


Juan
Mit Juan haben wir das grosse Glück, ein Urgestein bei uns zu haben: Er kennt Chin Woo und Meister Chow seit der ersten Stunde.
Als in den frühen 1970er Jahren die Bruce-Lee-Filme ihren Höhepunkt feierten, entdeckte Juan seine Leidenschaft für die Kampfkunst. Ihn faszinierten dabei weniger das Kämpfen an sich, sondern die geschmeidigen Bewegungen, die Ästhetik und die absolute Körperbeherrschung. Da Kung Fu in Zürich damals noch unbekannt war, versuchte er es zunächst im Karateclub Nippon, empfand den Stil jedoch als zu „steif“.
Die Wende kam 1975: Juan sah im Warenhaus Jelmoli eine Kung-Fu- und Löwentanz-Vorführung eines chinesischen Meisters. Begeistert besuchte er noch in derselben Woche das Training in den alten Turnhallen Rämibühl und meldete sich sofort an. So lernte er Chow kennen. Die Schule war damals erst 10 Monate alt und wurde von Chow noch nebenberuflich unter dem Namen „Shaolin Kung Fu“ geführt.
Als Chow Ende der 1970er Jahre sein Hobby zum Beruf machte und die Schule nach Oerlikon verlegte, wurde Juan für Jahrzehnte zu seiner rechten Hand. In dieser Zeit konnte er ein tiefes Wissen über Formen und Kampfkunst aufbauen. Auch im Löwentanz war er sehr aktiv und trat in den 80er Jahren gemeinsam mit Chow bei internationalen Shows, im Fernsehen und an den Zürcher Seenachtsfesten auf.
Heute, nach rund 51 Jahren, ist Juan stolz darauf, seit der Gründung von Chin Woo ein aktiver Teil der Schule zu sein. Er gibt sein Wissen und seine Erfahrung mit Leidenschaft an die nächste Generation weiter – ganz im Sinne von Chow Kok Yeng.
